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Die Gruppe der lebensälteren Menschen ab 65 Jahren stellt die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe dar, wodurch sich die Teilnahmequote dieser Generation am öffentlichen Straßenverkehr in allen Bereichen spürbar erhöht hat.
Das gesellschaftliche Leben setzt auch im hohen Alter Mobilität voraus, die somit einen entscheidenden Faktor für den verbleibenden Lebensstandard darstellt. Unabhängigkeit bedeutet gerade für die ältere Generation Lebensqualität, die man nicht aufgeben möchte.
Demgegenüber steht die statistische Auswertung der Verkehrssicherheitslage 2024: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Berlin 133.365 Verkehrsunfälle verzeichnet, davon wiederum 16.723, in denen diese als Senioren bezeichnete Altersgruppe beteiligt war. Dabei verloren 55 Verkehrsteilnehmende ihr Leben. Davon waren 27 Personen 65 Jahre oder älter, was prozentual einen Wert von 49% der Verkehrsunfalltoten entspricht und den Vorjahreswert deutlich übersteigt. Bei 68,87 % aller Verkehrsunfälle mit Seniorenbeteiligung waren diese Haupt- oder Mitunfallverursachende.
Für das Jahr 2025 hat die Polizei Berlin 3 Tage der Seniorensicherheit (03.04.25, 26.06.25, 07.10.25) geplant. An diesen Tagen finden bzw. fanden an verschiedenen Orten in der Stadt diverse Angebote zu einem verantwortungsbewussten Verhalten im Straßenverkehr statt, mit dem Ziel der Sensibilisierung zu Unfallgefahren und Unfallvermeidung. Folgende Themen finden dabei Berücksichtigung:
Sichere Fahrbahnüberquerung, „Toter Winkel“ bei Abbiegevorgängen, Radfahrsicherheit (Tragen eines Helmes und Elektromobilität), Sichtbarkeit im Straßenverkehr, Wirkung von Medikamenten und aktive Teilnahme am Straßenverkehr und Einschätzen von komplexen Verkehrssituationen als Kfz-Führende.
Die Rolle der Kraftfahrzeugführenden gegenüber den zu Fuß Gehenden als schwächere Verkehrsteilnehmende soll ebenso thematisiert werden.
Unterstützt werden die präventiven Maßnahmen durch den Einsatz von Präventionsmedien und -materialien, wie z.B. Flyer, Filme, die Reaktionswand, das Helmtestgerät und der Lichttunnel.
Zusätzlich werden durch die Verkehrssicherheitsberatenden einmal im Monat, in allen Direktionen, Sprechstunden für Senioren angeboten. Diese Sprechstunden sollen die Möglichkeit bieten, eine stetige Ansprechmöglichkeit zu Fragen der Verkehrssicherheit herzustellen, um den Herausforderungen im wachsenden Verkehrsaufkommen gerecht werden zu können und auch über neue Fahrtechniken sowie aktuelle gesetzliche Regelungen informiert zu werden.